Freizeitabteilung kommt ins Schwabenalter

Seit 40 Jahren stehen Sport, Kameradschaft und Geselligkeit im Mittelpunkt der Freizeitsportler des TSV Gronau. Zum Jubiläum gab es deshalb ein tolles Sommerfest für die gesamte Freizeitfamilie am vergangenen Samstag rund ums Vereinsheim. Mit dabei waren mehr als fünfzig Gäste von 0 bis über 80 Jahre. Dieter Eggen hielt eine interessante Laudatio (mehr davon in Kürze), die Kinder hatten ihren Spaß bei Sport und Spiel, es gab viele Fotos aus vergangenen Tagen und das Buffett sowie die Getränkekarte ließen keine Wünsche offenen. Herzlichen Dank an alle Spender und an die „Jungen Wilden“ unter der Leitung von Markus Schlosser für die gelungene Organisation.

Weitere schöne Bilder von Qingwei Chen gibt es unter folgendem Linkbitte klicken

Geschichte der Abteilung Freizeitsport

Bei der 40-Jahr-Feier der Freizeitabteilung am 1. Juni 2019 hat Dieter Eggen in seiner Laudatio die Entwicklung des Freizeitsports im TSV Gronau Revue passieren lassen. Sein Rückblick auf die wechselvolle Geschichte gibt es hier als  kleine Fortsetzungsserie.

Die „Alten Herren“ des TSV Gronau gründeten den Freizeitsport im TSV. – Teil-1

Sie spielten nicht nur meisterlich Handball und wurden Turniersieger – z.B. 1974 in Beilstein – sondern waren im weiten Umkreis gefürchtet wegen ihres lautstarken Kampfgeistes. Schlecht war nur , dass immer häufiger Verletzungen zu beklagen waren – die nicht mehr hinnehmbar waren. Während die körperlichen Kräfte abnahmen, blieb der Kampfgeist voll erhalten. So stellte man auf Tischtennis um und traf sich in der alten Halle (Baracke) am Freitagabend. Das war sehr praktisch, da nach dem Sport, aufgrund des großen Arbeitspensums oft der Samstag noch benötigt wurde. Es musste nicht nur die Vereinspolitik gemacht werden, sondern noch viel mehr. Fritz Kümmerlen und Rolf Hildebrand waren beide Gemeinderatsmitglieder und so war man nach der Vereinspolitik schnell bei den Problemen der Gemeinde Gronau (später Oberstenfeld). Werner Härle der berufsmäßig viel mit Fleisch zu tun hatte, brachte immer rechtzeitig eine Stärkung, so dass man sich danach um die Probleme des Landes und der ganzen Welt kümmern konnte.

Nicht unerwähnt bleiben darf der heldenhafte Kampf der Alten Herren mit Herrn Bürgermeister Läpple um den Erhalt des Besitzstandes der alten Halle (Baracke), die zugleich Vereinsheims war. 1980 sollte die alte Halle abgerissen und eine neue große Halle gebaut werden, wobei auf die alte Halle ersatzlos verzichtet werden sollte. Wie zu besichtigen war, haben sich die Alten Herren durchgesetzt und ein Vereinsheim bekommen, wenn auch sehr viel Arbeit von den Alten geleistet werden musste. Die Gemeinde erstellte nur den Rohbau.

Geschichte der Freizeitabteilung-Teil 2

Der erlauchte Kreis von Freizeitsportlern ehrenwerter Männer wurden lange Zeit ziemlich respektlos als „Hugoles-Club“ bezeichnet – eine etwas abfällige Bezeichnung – für die Gruppe um Hugo Flaig. Später entwickelte sich eine neue Führungsstruktur. Rolf Hildebrand hatte sich als „Häuptling“ durchgesetzt und wurde allgemein anerkannt. Der Hugoles-Club erfuhr eine Aufwertung und wurde nun Freitagsclub genannt. Dies hatte aber wenig zu tun mit dem Sportskameraden Werner, der auch Freitag hieß, und ein zugezogener echter „ Feuerbächer“ war. Mit der neuen Halle kamen auch neue Probleme. Nur richtige Abteilungen mit einem Abteilungsleiter konnten einen Übungsabend beanspruchen. Am 23.03.1979 wurde auf der Jahres-Hauptversammlung des TSV Gronau die Abteilung „ Alte Herren Freizeitsport“ offiziell gegründet. Rolf Hildebrand war Abteilungsleiter. 1982 sollte ein gewaltiger Umbruch erfolgen. Rolf Hildebrand stand nicht mehr zur Verfügung und es sollte nach allen Regeln der Kunst ein Abteilungsleiter gewählt werden. Unter den 20 potentiellen Kandidaten der 20 köpfigen Gruppe wurde 1982 der Abteilungsleiter gewählt. Dieter Eggen war der „Glückliche“. Dass sein Einfluss auf die dynamischen Prozesse der Abteilung rein marginal war, das war von vornherein klar.

In der neuen Halle spielte der Freitagsclub Volleyball mit der Spezialität „Hopfen Lassen“ – der Ball musste vor der Annahme erst den Boden berühren. Diese Spielweise wurde dann aber in kurzer Zeit verfeinert. Man spielte ein Gemisch aus Handball, Faustball und Volleyball.

Geschichte der Freizeitabteilung-Teil 3

Dieter Eggen wurde 1984 zum Schriftführer des TSV gewählt , so dass ein neuer Abteilungsleiter gebraucht wurde. Wolfgang Schmidtpott wurde sein Nachfolger.

1988 konnte Wolfgang Schmidtpott aus beruflichen Gründen nicht mehr Abteilungsleiter sein. Hugo Flaig wurde als neuer Abteilungsleiter gewählt. Die Abteilung nannte sich nun   „Freizeitsport“. Unter Hugo Flaig wurden dann die Strukturen geschaffen, die auch heute noch Gültigkeit haben. Z.B. wurden pro Monat Personen benannt die für Speisen und Getränke sorgten und die Freizeitsport – Gruppe bediente. Hierbei stellte sich jeder zur Verfügung egal ob Arbeiter, Lehrer, Unternehmer oder Führungsperson einer IT-Firma. Bald bildeten sich unterschiedliche Tische, an denen Interessenvertreter Platz nahmen. Z.B. am schwarzen Tisch die Wirtschaftsliberalen und am roten Tisch die mehr Sozialengagierten.Vor allem nach der Wende 1982 gab es Gesprächsstoff gerade genug. Das Spielverhalten änderte sich grundlegend durch die Teilnahme von Damen, die sich durch das Gruppengebaren nicht abschrecken ließen. Es wurde etwas ruhiger beim Spiel. Durch jüngere und kundige Volleyballspieler wie z.B. Qingwei Chen aus China wurden die Restbestände an Handball- und Faustballtechnik zurückgedrängt.

Geschichte der Freizeitabteilung-Teil 4

In der neuen und nun größeren Halle wurden vom Hauptverein des TSV, Jahresfeiern veranstaltet, bei denen der Freizeitsport programmgestalterisch tätig war und im Wechsel mit anderen Abteilungen auch die Bewirtschaftung übernahm. Als Dank dafür und vor allem für die tätigen Frauen, wurde dann ein Ausflug gemacht z.B. zum Starlight – Express nach Bochum. Nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit kandidierte Hugo Flaig nicht mehr als Abteilungsleiter. 1998 wurde wieder Dieter Eggen gewählt, der dieses hoch interessante und sehr anspruchvolle Amt bis 2016 innehatte. Zum Dank für diese Bereitschaft das Amt anzunehmen eroberte die Abteilung Freizeitsport den Turniersieg beim hart umkämpften Jedermann- Turnier der Handballabteilung des TSV – Gronau. Alte Gegner aus Oberstenfeld und Beilstein wurden vom Platz gefegt.Unser Sportskamerad Vorstand Edmund Hug hatte eine kleine Verstärkung organisiert. Edmund Hug hatte auch immer die besten Ideen für die Jahresfeier. Große Erfolge mit tosendem Beifall waren z.B. Die Gronauer Musikkapelle .

Dieter Eggen veranstaltete mehrtägige Kulturreisen nach Poschiavo in die südliche Schweiz, in die Französische Schweiz u. in die Vogesen zur St. Odilie und mehrtägige Wanderungen z.B. Frankenweg, Rennsteig, Schwarzwald etc.

Geschichte der Freizeitabteilung-Teil 5

Seit 2000 haben wir eine neue Halle und auch ein neues Vereinsheim, bei dessen Erbauung die Abteilung Freizeitsport, sehr viele Leistungen erbracht hat. Seit dieser Zeit gibt es keinen roten aber auch keinen schwarzen Tisch mehr. Die meisten Alten kommen nur noch nach dem Sport zu gemütlichen Gesprächsrunden – die Altersweisheit ist inzwischen nicht mehr zu leugnen. Die wenigen Alten die noch Volleyball spielen, werden von den hervorragend spielenden Jungen geduldet und die Alten fühlen sich dabei etwas jünger. Die Frage war nur, wann kommen die Jungen zu uns Alten ins Vereinsheim.

Das war die Fassung vom 29.8.2010

Inzwischen hat sich einiges mehr geändert zum Wohle des Freizeitsportes. Es sind viele neue junge Sportler zu uns gekommen und die kommen sogar ins Vereinsheim und haben nun sogar die Leitung der Abteilung übernommen – der Albtraum ist gewichen.

Zuvor erhielt der damalige Abteilungsleiter Dieter Eggen am10.04.14 eine Mail die ihn zuerst sehr fröhlich stimmte. Darin wurde beschrieben wie dement er ist und, dass er sich vom Acker machen sollte und hat das Mail in den Papierkorb geworfen. Dann jedoch, mitten in der Nacht holte er das Mail aus dem Papierkorb raus und überlegte, dass doch in jeder Anschuldigung ein Körnchen Wahrheit steckt. Deshalb hat er bei passender Gelegenheit in der Krone seiner Abteilung mitgeteilt, dass er sein Amt als Abteilungsleiter bei der Wahl in 2 Jahren nieder legen werde. Nach diesen 2 Jahren gab es dann eine Krise, da keiner den Abteilungsleiter machen wollte. Zum Glück hatte Edmund Hug eine geniale Idee. „Der Dieter war bis jetzt Abteilungsleiter und Du Edmund (Helber) warst sein Vertreter. Jetzt wechselt halt, du Edmund machst den Abteilungsleiter und Dieter macht deinen Vertreter.“ Das war ein guter Vorschlag und Edmund willigte ein – das heißt, die Freizeitabteilung konnte weiter bestehen.

Edmund Helber – der „Sänge“ – war ein sehr guter und engagierter Abteilungsleiter von 2016 bis 2019. Es wurde viel gesungen und er organisierte Feste und Ausflüge. Dann legte er sein Amt nieder und übergab das Amt des Abteilungsleiters in jüngere Hände. Markus Schlosser war der Mann der Stunde, Jonas Weißer ist sein Vertreter und es gibt sogar einen Kassier. Lutz Rettberg hat die Verantwortung über das Geld.

So ist alles gut gegangen und die Brust eines jeden Freizeitlers füllt sich mit Stolz und großer Freude und erwartet weitere Jahre des Wohlergehens. Amen!

01.06.2019. Dieter Eggen

Geschichte der Freizeitabteilung-Teil 6

Am 1. Juni 2019 hat nun die große Freizeitfamilie mit einem wunderschönen Fest das 40-Jahr-Jubiläum gefeiert. Die „Jungen Wilden“ haben mit Unterstützung ihrer tollen Frauen und den sportlich-quirrligen Kindern die Feier hauptverantwortlich organisiert und durchgeführt. Markus Schlosser und Jonas Weißer waren die Chefs, Lutz Rettberg der Buchhalter, Mario Hohlfeld fühlte sich hinter dem Tresen ausgesprochen wohl und strahlte wie ein echter Kneipenwirt, bei dem Laden mal wieder besonders brummt. Marc Eggebrecht und Bernd Herrmann und Wolfgang Schüle unterstützten ihn dabei tatkräftig. Qingwei Chen hat alles im Bild festgehalten. Dias und Fotoalben weckten viele schöne Erinnerungen und die Laudatio von Dieter Eggen lies die wechselvolle Geschichre der Abteilung nochmal Revue passieren. Den Spendern und Helfern sagen wir herzlichen Dank. (Walter Deuble)